Rock am Ring, Hurricane & Co. - So ergatterst du einen Job auf einem Festival

Kategorie: Jobsuche

Es gibt viele Wege als Student das Sparschwein aufzufüllen. Ob als Kellner im Restaurant, als Aushilfe im Supermarkt oder als Werkstudent in einem namhaften Unternehmen: An Möglichkeiten fehlt es nie. Dabei gibt es aber auch neben den allseits bekannten Stereotypen Jobs, die niemand da vermutet hätte. Genau um solche Jobs geht es in diesem Artikel.

Hättest du gedacht, dass man auch dort arbeiten kann, wo andere feiern? Jedes Jahr schießen neue Festivals wie Pilze aus dem Boden und die bereits bekannten Größen wie Hurricane, Holi, Rock am Ring, Rock im Park und Rock wo auch immer ziehen immer mehr Besucher an. Ob Wacken, Fusion oder Southside: Der logisch denkende Student merkt bei einem Besuch schnell, dass da einiges an Arbeit dahintersteckt. Genauso logisch ist auch die Konsequenz, dass sich diese Arbeit wahrscheinlich eher nicht von allein erledigt. Festivaljobs sind daher immer häufiger zwischen den normalen Stellenangeboten für Studenten zu finden.

Aber was sind eigentlich deine Aufgaben auf einem Festival? Haben diese Jobs nur Vorteile oder gibt es auch Nachteile, auf die du dich gefasst machen musst? Wo findest du gut bezahlte und seriöse Festivaljobs? Und vor allem: Auf was musst du bei deiner Bewerbung achten? Mit den Antworten rund um diese Fragen findest du nicht nur heraus, wie du deine Bewerbung geschickt aufpolierst, sondern auch, ob ein Job auf einem Festival überhaupt etwas für dich ist.

Dein Job auf einem Festival: Was sind die Aufgaben?

So verschieden, wie die einzelnen Festivals sind, so verschieden sind auch die Aufgaben der einzelnen Stellenangebote. Trotzdem lassen sich Bereiche definieren, in denen du normalerweise deine Beschäftigung ausübst.

Die folgenden vier Großbereiche geben dir einen guten Überblick darüber, was dich auf dem Event erwartet:

  1. Kartenverkauf an der Kasse. Je nach Größe des Festivals sind manchmal bereits alle Karten im Vorverkauf weg. Falls das nicht der Fall ist, wird Personal direkt am Einlass benötigt. Besonders anspruchsvoll ist dieser Job nicht, dafür hast du aber meistens mit noch entspannten Menschen zu tun, die sich auf die Veranstaltung freuen.
     
  2. Auf- und Abbau der Location. Besonders für Studenten im Fachbereich Tourismus und Eventmanagement kann diese Aufgabe durchaus interessant sein. Allerdings solltest du für diesen Job ziemlich fit sein und Anweisungen gut folgen können. Eine zusammengebrochene Bühne ist nicht die beste Referenz.
     
  3. Reinigungskräfte. Viele Menschen machen viel Schmutz. Besonders, wenn sie auf engem Raum zusammen sind. Das alles trifft auf ein Festival zu. Falls du also in die Kategorie Putzfee fällst, bist du für diese Jobs richtig am Platz.
     
  4. Gastronomie. Ohne Mampf kein Kampf. Dieses Motto führt dazu, dass Eventplaner ganze Scharen an Personal für die Gastronomie rekrut

Diese vier Hauptaufgaben sind die Klassiker, auf die du dich bewerben kannst. Bevor du dich also auf die Jagd nach passenden Stellenangeboten machst, ist es durchaus sinnvoll, die Suche einzugrenzen.

Festivaljobs: Nur Spaß oder auch eine Menge Arbeit?

Jobs auf Festivals werden ähnlich betrachtet wie Dienstreisen. Die allgemeine Meinung geht in Richtung Urlaubsausflug, während der müde Dienstreisende sich nach ein paar Tagen nach der heimatlichen Couch sehnt. Deswegen direkt vorab: Auf einem Festival zu arbeiten, ist genau das, wonach es sich anhört: Arbeit! Wem das klar ist, dem helfen die folgenden Pro- und Contra-Argumente dabei, herauszufinden, ob man für diese Arbeit geeignet ist.

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# arbeitenwoanderefeiern

Natürlich heißt es auch auf einem Festival nicht rund um die Uhr: arbeiten, arbeiten, arbeiten. Die folgenden positiven Seiten erwarten dich als Mitarbeiter auf dem Festival:

  • Arbeit in einem jungen und interessanten Team. Du triffst eine ganze Horde anderer Studenten, was den Job alles andere als langweilig macht.
     
  • Du arbeitest, wo andere ihre Freizeit verbringen. Anders als im Supermarkt, sind die Menschen hier meistens entspannt und gut gelaunt.
     
  • Du sparst dir den Eintritt, falls du das Festival sowieso besuchen wolltest. Das kann den Stundenlohn ganz schön nach oben ziehen.
     
  • Du entscheidest selbst, wo und wann du arbeitest. Anders als bei einem festen Studentenjob bist du so nicht an feste Zeiten und Tage gebunden.

# reallifesucks

Seien wir ganz ehrlich, so ein Job auf einem Festival sieht meistens nur in 5% der Fälle genauso aus, wie es die Instagramfotos vermuten lassen.

Die folgenden Punkte erwarten dich nämlich auch:

  • Spätestens nach der ersten Nacht sind die Besucher nicht mehr ganz so entspannt. Insbesondere, wenn sich die Wetterapp mal wieder geirrt hat und die Zelte im Schlamm versinken. Inklusive deinem.
     
  • Du arbeitest meistens auf selbstständiger Basis. Das bedeutet, du genießt nicht die Vorteile eines Angestelltendaseins wie Urlaub und Versicherung im Krankheitsfall.
     
  • Sich nur mit Festivaljobs als Referenz zu bewerben ist nicht die beste Idee. Auch wenn du damit schnell dein Sparschwein auffüllst, baust du dir langfristig keinen Lebenslauf auf.
     
  • Arbeiten, wo andere ihre Freizeit verbringen, kann auch ganz schnell neidisch machen. Zum Beispiel dann, wenn du um drei Uhr nachts die Toiletten putzen musst.

Eine gute Idee ist es also, die positiven und negativen Seiten genau gegeneinander abzuwägen, bevor du dich Hals über Kopf auf den nächsten Job bewirbst. Falls dich die Herausforderungen aber nicht abschrecken, dann lohnt es sich jetzt, deine Bewerbung aufzuhübschen.

Deine Bewerbung für ein Festival: 6 wichtige Tipps

Auch für einen Job auf einem Festival wird eine Bewerbung gefordert. Allerdings unterscheidet sich der Inhalt in ein paar Punkten von dem einer normalen Bewerbung. Mit den folgenden Tipps bist du auf dem richtigen Weg:

✓ Formatiere alle deine Unterlagen in einer PDF-Datei, die 5 MB nicht überschreitet. Bei vielen Bewerbungen ersparst du dem Leser so mühsames Zusammensuchen deiner Unterlagen.

✓ Kläre vor der Bewerbung wichtige administrative Fragen telefonisch ab. So ersparst du dir Arbeit, die sich nicht lohnt.

✓ Achte auf die korrekte Angabe deiner Kontaktdaten. Bei einer Flut an Bewerbern wirst du sonst nicht zurückgerufen.

✓ In deinem Anschreiben sollte deutlich werden, dass du im Team arbeiten kannst und dir auch nicht zu schade bist, dir bei den Jobs mal die Hände schmutzig zu machen.

✓ Kommuniziere unmissverständlich, dass du zu den Einsatzzeiten und Konditionen verfügbar bist. Das ist ein Ausschlusskriterium bei diesen Veranstaltungen.

✓ Das Auge liest mit (logischerweise). Ein gutes Design hilft daher immer weiter.

Wenn du jetzt noch an den richtigen Stellen nach guten Jobs Ausschau hältst, kann eigentlich gar nichts mehr schief gehen. Jobbörsen für Studenten sind dabei eine gute Idee, aber auch dein Netzwerk aus Kommilitonen und Bekannten. Viel Erfolg!

Hinweis: Unsere Artikel richten sich an alle Geschlechter. Für eine leichtere Lesbarkeit verwenden wir jedoch das generische Maskulinum. Deine stellenwerk Redaktion.


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Über die Autorin: Sofia Nelles ist waschechte Digital Native und Masterstudentin an der HAW Hamburg. Sie ist begeistert von fertigen To-Do-Listen, gutem Wetter in Hamburg und Out-of-the-Box Ideen.