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Diese 5 Dinge solltest du beim Jobben in den Semesterferien beachten

Kategorie: Jobsuche

Du kennst dieses Gefühl nach der letzten Klausur vor den Semesterferien bestimmt. Plötzlich ist da, wo vorher Bücherberge waren, wo nächtelange Lernmarathons anstanden und wo man vor lauter Lernerei keine Zeit mehr für nichts hatte, auf einmal eine ganze Menge Zeit.
Und wo Otto-Normal-Student sich in den Semesterferien nun in das süße Nichtstun begibt, könnte es sich für dich lohnen, mal darüber nachzudenken, was man in den Semesterferien denn sinnvolles anstellen kann. Außer schlafen und essen versteht sich. Wie wäre es zum Beispiel mit arbeiten?
Ein Semesterferienjob ist zugegebenermaßen wahrscheinlich das Letzte, an das du nach deinen Klausuren denkst. Aber nach der ersten Woche des Nichtstuns merkst du als Student schnell: irgendeine Beschäftigung muss her! Außer Lernen natürlich. Und genau für diesen Tatendrang ist ein Job in den Semesterferien perfekt geeignet. Aber nicht nur aus diesem Grund lohnt es sich für Studenten, in den Semesterferien zu arbeiten.
Lies hier, welche Gründe dafürsprechen, dass du dir in den Semesterferien einen Job suchst. Und fünf Dinge, die du dabei beachten solltest.

Ferienjob in den Semesterferien? Drei Gründe, warum das eine deiner besten Ideen ist!

Der einfachste Grund für einen Studenten, um arbeiten zu gehen, ist natürlich das liebe Geld. Und, seien wir ehrlich, so ein Semesterferienjob bringt davon meistens eine ganze Menge rein.
Schließlich bieten große Firmen und Unternehmen nicht umsonst häufig komprimierte Jobs extra für Semesterferien an und bezahlen dafür richtig gut.

Dein volles Konto nach so einem Job ist natürlich ein ausschlaggebendes Argument.

Aber daneben gibt es noch drei andere Gründe, die für einen Job in den Semesterferien sprechen:

  1. Unter dem Strich weniger Stress. Fast jeder Student muss arbeiten, egal ob er BAföG bekommt oder nicht. Jetzt kannst du dich entscheiden: arbeitest du mit einem Nebenjob parallel zum Studium? Oder studierst du ganz entspannt und arbeitest zwei Monate in Vollzeit während der Semesterferien?
    Ein Nebenjob kann gerade während der Klausurenphase extrem anstrengend sein. In der vorlesungsfreien Zeit dagegen hast du den Kopf frei für deinen Job. 
     
  2. Stellenangebote über Stellenangebote. Gerade in den größeren Studentenstädten findest du ohne große Probleme einen Job, der perfekt zu dir passt. Meistens musst du dich nur einmal für einen der zahlreichen Jobs bewerben und hast schon die Zusage. Außer natürlich, du findest noch ein besseres Angebot.
     
  3. Kontakte und Arbeitserfahrung. Ein Nebenjob ist während des Studiums sehr sinnvoll und zählt auch als Arbeitserfahrung. Aber ein Job während der Semesterferien in Vollzeit ermöglicht dir ganz andere Einblicke in den realen Berufsalltag. Außerdem kannst du je nach Vorschriften deines Studiums abklären, ob du diesen Job als Praktikum anrechnen lassen kannst. Damit schlägst du gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.

Los geht’s mit dem Job. Dabei musst du aufpassen!

Die Gründe haben dich überzeugt und du willst dich auf die Suche nach einem Job in den Semesterferien machen?

Bevor du dich jetzt auf die Stellenangebote stürzt und dich bei verschiedenen Unternehmen bewerben möchtest, solltest du dir ein paar Gedanken machen.

Denn nur mit der richtigen Planung kannst du sicher gehen, dass dein Job dir auch wirklich das bringt, was du möchtest: ein volles Konto.

Damit diese Rechnung aufgeht, achte auf die folgenden fünf Regeln:

1. Drei Monate oder 70 Tage sind dein Limit!
Ein Job während der Semesterferien gilt als Kurzzeitbeschäftigung. Das bedeutet, du bist als Arbeitnehmer von der Rentensteuer befreit und hast weniger Abgaben. Diese Ausnahme gilt aber nur für die 70-Tage-Regelung. Aus diesem Grund darfst du nur 70 Tage, oder eben drei Monate am Stück in Vollzeit arbeiten, um von dieser Regelung profitieren zu können. Und natürlich auch nur in Jobs während der vorlesungsfreien Zeit.

Es ist also keine gute Idee, noch einen Monat am Anfang des Semesters dranzuhängen. Sinnvoller ist es, noch einmal zu entspannen, bevor der Unistress wieder los geht.

2. Semesterferien nicht verwechseln mit Urlaubssemester!
Du bist nur während der Semesterferien in deinem Job von den Beiträgen zur Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung befreit. Viele Studenten kommen auf die Idee, ein Urlaubssemester einzulegen, um in der Zeit arbeiten zu gehen. Das kann man machen, allerdings nur mit den vollen Abgaben.

Die Vorzüge eines Ferienjobs gelten nur für dich, wenn du ordentlich immatrikuliert bist.

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3. BAföG und ein Job in den Semesterferien? Darauf musst du achten!

Als BAföG-Empfänger musst du besonders gründlich auf deine Einkommensgrenzen achten. Schließlich wäre es mehr als ärgerlich, wenn deine Förderung für das nächste Jahr gekürzt wird und du unter dem Strich für das gleiche Geld mehr arbeiten musst. Das wäre nicht besonders schlau.

Deine Einkommensgrenze liegt pro Jahr aktuell bei 5.416 Euro, was einem monatlichen Einkommen von etwa 450 Euro entspricht. BAföG-Empfänger dürfen sich also mit einem Nebenjob immer etwas dazu verdienen. Wenn du allerdings nicht immer parallel zum Studium arbeiten möchtest, kannst du auch die gesamten 5.416 Euro während den Semesterferien verdienen. Dann musst du nur darauf achten, dass du danach wirklich nichts mehr verdienst und unter deinem Jahreseinkommen bleibst. Mehr Infos findest du im unserem Artikel Gehaltsgrenze: Soviel darfst du mit deinem Studentenjob verdienen.

4. Kein BAföG gleich freie Fahrt? Nur fast.

Auch für Studenten, die kein BAföG bekommen, gibt es jährliche Einkommensgrenzen, ab denen Lohnsteuern und Versicherungsbeiträge gezahlt werden müssen. Aktuell liegt diese Grenze bei 8.820 Euro jährlich, das heißt bei 735 Euro monatlich. Egal, ob du als Werkstudent arbeitest, freiberuflich arbeitest oder die ganzen 8.820 Euro in den Semesterferien verdienen willst: ab dieser Grenze gibt es keine Vergünstigungen mehr für dich als Student! 

Ein Tipp ist hier, dich bei der Steuerberatung an der Uni beraten zu lassen. Denn in der Steuererklärung lassen sich immer Werbungskosten abziehen, mit denen du die Grenze noch ein bisschen nach oben verschieben kannst.

5. Gut geklärt ist halb verdient. Was du vor dem Start klären solltest.

Große Unternehmen kennen sich mit ihren Studis und den Jobs aus. Hier musst du meistens keine Sorge haben, dass dir am Ende doch Beiträge vom Lohn abgezogen werden. Anders ist das, wenn du deinen Job während der Semesterferien in einem Startup oder einem kleineren Unternehmen beginnen möchtest. In diesem Fall solltest du schon im Bewerbungsprozess alle wichtigen Anforderungen kommunizieren. Rechtmäßig gilt ein Job während der vorlesungsfreien Zeit nämlich als eine geringfügige Beschäftigung. Das muss vom Arbeitgeber auch so gehandhabt werden, damit dir deine Vergünstigungen als Student weiterhin zustehen.


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Über die Autorin: Sofia Nelles ist waschechte Digital Native und Masterstudentin an der HAW Hamburg. Sie ist begeistert von fertigen To-Do-Listen, gutem Wetter in Hamburg und Out-of-the-Box Ideen.