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Berufsbegleitend studieren: Das sind deine Vorteile

  • 26/02/2021

  • Category: Jobsuche

Wurdest du auch schon in der Grundschule gefragt, was du später einmal werden willst? Völlig begeistert und ohne jegliche Zweifel wurden Berufswünsche genannt, die vielleicht jetzt sogar bei dir Realität sind. Allerdings sieht diese Realität meistens ganz schön stressig aus. Morgens früh aus dem Haus, tagsüber Termine ohne Ende, abends Treffen mit Freunden oder sogar Sport und das Bett kommt sowieso viel zu kurz. Wenn da der Wunsch nach einer Weiterentwicklung um die Ecke kommt, macht die Zeitfrage ohne viel Aufhebens schnell und diskret die Tür zu. Aber warum gibst du der Möglichkeit eines berufsbegleitenden Studiums nicht doch noch eine Chance?

Kollegin zeigt einer anderen jungen Kollegin etwas am White Board

Zugegeben: Das Argument Stress ist sehr ausschlagekräftig. Allerdings gibt es auch Argumente für ein berufsbegleitendes Studium, die dem Stress sehr wohl die Waage halten können. Wenn dazu noch Strategien oder sogar Veränderungen im Job aktiv angegangen werden, kann das Projekt Abendstudium oder Fernstudium tatsächlich Realität werden. Hier findest du deswegen nicht nur fünf Vorteile, die berufsbegleitendes Studieren zu einem ernsthaften Gedanken machen, sondern auch Tipps und Tricks rund um die Umsetzung. Vielleicht drückst du so bald schon wieder nebenberuflich die Schulbank?

Berufsbegleitendes Studium: 5 schlagkräftige Argumente für dieses Vorhaben

Ob das glückliche Sparschwein, ein disziplinierter Terminplan oder ein beeindruckender Lebenslauf: Es gibt viele positive Seiten durch ein berufsbegleitendes Studium. Hier lernst du die wichtigsten Punkte kennen, die für ein nebenberufliches Abendstudium oder Fernstudium sprechen.

#1 Finanzierung des berufsbegleitenden Studiums

Einer der größten Faktoren in jedem Studium ist die Finanzierung. Elterliche Unterstützung oder BAföG reichen hinten und vorne nicht, um auch ein minimalistisches Leben in einer durchschnittlichen Großstadt zu finanzieren. Arbeiten gehen neben Bachelor oder Master ist daher für fast alle Studenten sowieso an der Tagesordnung. Wenn du berufsbegleitend studieren möchtest, fällt dieser Punkt komplett weg, da selbst ein Job in Teilzeit meistens für den Lebensunterhalt reicht. Hier gibt es sogar noch die Möglichkeit, deinen regulären Job auch einen Werkstudentenjob umzustellen.

Gerade für Kandidaten, die schon länger im Arbeitsleben stecken, ist es ohnehin schwerer, den Lebensstandard wieder auf den eines Studenten einzustellen. Rechnungen und Kredite wollen bezahlt werden. Da ist ein nebenberufliches Abendstudium oder Fernstudium die bessere Wahl.

#2 Kombination von Praxis und Theorie

Ein großer Kritikpunkt an Vollzeitstudenten ist die Lücke zwischen Theorie und Praxis. Durch Werkstudentenjobs und Praktika können zwar Erfahrungen gesammelt werden, aber wie das Wissen wirklich umgesetzt wird, bleibt ein Rätsel, das erst beim Berufseinstieg gelöst wird. Durch ein berufsbegleitendes Studium kombinierst du beide Welten miteinander. Sehr häufig helfen dir deine Arbeitserfahrungen auch beim berufsbegleitenden Studieren, sodass du unter dem Strich sogar weniger lernen musst.

 

#3 Ideale Einstiegsmöglichkeiten

Personaler, Führungskräfte und Talentsucher sehen sehr gerne Absolventen, die ihre Bildung nebenberuflich im Abendstudium weiterentwickelt haben. Ein solcher Abschluss zeigt nämlich nicht nur die fachliche Kompetenz, sondern auch den Willen zum Durchhalten, Disziplin und Organisationsfähigkeit. Außerdem bringst du als großen Wettbewerbsvorteil jede menge praktische Erfahrungen mit. Etwas, dass du tausenden anderen Studenten voraushast.

#4 Geregelter Tagesablauf vs. Studentenleben

Wenn du Studenten nach dem Thema Zeit fragst, ist die Antwort meistens das Gegenteil von entspannt. Die Vermischung von Arbeits- und Privatleben, unregelmäßige Stundenpläne und häufig mehrere Nebenjobs sorgen bei vielen Studenten für jede Menge Stress. Auch ein berufsbegleitendes Studium erfordert sehr viel Zeit, allerdings gehst du hier bereits einem Tagesablauf nach, der dir bekannt ist. So kommen lediglich die Vorlesungen als Veränderung hinzu und helfen dir dadurch, mit einem strukturierten Tagesablauf das hohe Pensum zu bewältigen.

#5 Doppeltes Networking

Egal ob Bachelor oder Master: Nach einem mehrjährigen Studium kennen Absolventen ihre Professoren und Kommilitonen hervorragend, die Kontakte in die Arbeitswelt bleiben dagegen eher begrenzt. Durch ein Abendstudium schlägst du dagegen zwei Fliegen mit einer Klappe. Du kannst theoretische Fragen in der Firma mit Experten diskutieren und dich nebenberuflich beim Abendstudium dazu gleich noch einmal mit den Professoren austauschen. So baust du dir nach und nach ein Netzwerk aus Experten auf, dass dir nach dem Abschluss wichtige Dienste leisten kann.

Berufsbegleitend studieren: Die wichtigsten Tipps

Bei allen Vorteilen bleibt trotzdem die Tatsache, dass ein berufsbegleitendes Studium mit einem hohen Zeitaufwand, Prüfungsdruck und Unregelmäßigkeiten verbunden ist. Diesen Herausforderungen begegnest du am besten mit aktiven Strategien, damit das Projekt berufsbegleitendes Studium erfolgreich gemeistert werden kann.

  1. Langfristige Planung. Bachelor, Master oder Abitur im Abendstudium: Schnelle Entscheidungen und Einschreibungen kosten meistens teures Lehrgeld und können durch Misserfolge langfristig die Motivation für ein berufsbegleitendes Studium senken. Besser ist es, dich gründlich zu informieren und vielleicht auch eine Beratung in Anspruch zu nehmen.
  2. Motivationsfaktoren. Selbst bei dem spannendsten Abendstudium oder Fernstudium kommt es zu Motivationslöchern. Für diese Zeit brauchst du konkrete Anhaltspunkte und ein Ziel vor Augen, um trotzdem durchzuhalten.
  3. Urlaub einplanen. Niemand kann ein Jahr lang ohne geplante Pausen durchhalten.  Mit Job und berufsbegleitendes Studium hast du eine doppelte Belastung, die nur durch Erholungspausen zu meistern ist. Deswegen gilt: Nutze deinen Betriebsurlaub wirklich für eine Auszeit und nicht zum Lernen!
  4. Arbeitszeit reduzieren. Es ist keine Schande, die Arbeitszeit zu reduzieren, um berufsbegleitend studieren zu können. Du musst nicht direkt in Teilzeit arbeiten, manchmal hilft sogar eine 30-Stunden-Woche bereits enorm. Ob Teilzeit, saisonale Ausgleiche oder Stundenkonto: Es gibt viele Möglichkeiten, um Stress zu vermeiden.
  5. Körperliche Bewegung. Sowohl im Job als auch im berufsbegleitenden Studium sitzt du viel am Schreibtisch. Gerade das Lernpensum ist allerdings nur fit und ausgeruht zu bewältigen. Plane dir deshalb regelmäßige Besuche des Fitnessstudios oder ein sportliches Hobby ein.
  6. Freundeskreis pflegen. Isolation durch ein Abendstudium ist keine Seltenheit, da in diesen Stunden häufig die sozialen Kontakte gepflegt werden. Hier gilt es präventiv zu handeln, um das berufsbegleitende Studium nicht aus sozialem Frust abzubrechen.
  7. Erfolge zelebrieren. Du hast die erste Klausur bestanden, das Grundstudium abgeschlossen oder einen wichtigen Zweitversuch geschafft? Das ist Grund genug für eine Auszeit, damit danach wieder erholt in das berufsbegleitende Studium starten kannst.
  8. Berufsbegleitendes Studium im Job kommunizieren. Vielleicht warst du vor deiner Entscheidung sehr präsent im Unternehmen und hast dich engagiert eingebracht. Durch die Doppelbelastung ist es normal, dass du dich weniger einbringst. Hier ist es wichtig, von Anfang an klar zu kommunizieren, was deine Herausforderungen sind. So sicherst du dir die Unterstützung von Kollegen und Vorgesetzten.